Bitte nicht stören!

Junge Feldhasen, die man jetzt bald wieder an Wiesen- und Feldrändern entdecken kann und für verlassen hält, brauchen keine Hilfe,

weil die Häsinnen sie zwar allein ablegen, sich aber in der Nähe aufhalten und sich auch weiterhin um ihren Nachwuchs kümmern.

Häufig werden diese Jungtiere aber in guter Absicht aufgehoben und mit nach Hause genommen. Der Versuch, die Tierchen zuhause zu versorgen, endet allerdings leider meistens mit dem Tod der Häschen, weil ihre Aufzucht sehr aufwendig ist und sie in unerfahrenen Händen verhungern und sterben müssen.

Es ist deshalb wichtig zu wissen, dass ein allein entdecktes Jungtier nicht von seiner Mutter verlassen wurde und dass unser Eingreifen ihm nur schadet.

Feldhasen gebären in sogenannten Sassen (Erdmulden), sie legen im Gegensatz zum Wildkaninchen keinen Bau an und betreiben keine Nestpflege. Die kleinen Feldhasen sind als Nestflüchter schnell selbstständig und lebensfähig, die Muttertiere kommen meist nur einige Male am Tag zum Säugen vorbei. Ein allein im Gras oder Gebüsch sitzendes Jungtier ist also völlig normal und nicht vernachlässigt, verstoßen und hilfebedürftig.

Darum sollten sich Spaziergänger an dem Anblick erfreuen, die Junghasen aber keinesfalls stören, sondern sich rücksichtsvoll verhalten und leise weitergehen. Um diese Jahreszeit sollten Hunde in Feld und Flur zum Schutz wildlebender Jungtiere an der Leine geführt werden.

Nicht nur Feldhasen, sondern auch die alle anderen jungen Wildtiere brauchen während der Brut- und Setzzeit Rücksichtnahme.

Auskunft und sachkundige Hilfe gibt es beim Verein Wildtiere OWL e.V. (www.wildtiere-owl.de).

Weitere Infos finden Sie auch unter http://www.wildtierhilfe-odenwald.de/ganz-wichtig-bitte-lesen/. Beim Auffinden vermeintlich elternloser Jungvögel beachten Sie bitte die Ratschläge des Naturschutzbundes.

Ein Dank in eigener Sache:

Der Tierfotograf Michael Tetzlaff hat freundlicherweise gestattet, dass wir sein Foto des jungen Feldhasen für unsere Webseite nutzen dürfen. Alle Rechte liegen bei ihm als Autor und Urheber des Fotos.

Wir möchten uns bei Michael Tetzlaff ganz herzlich für die Unterstützung bedanken!