Ein Dankeschön den Pflegeeltern!

In diesem Jahr wurden überdurchschnittlich viele mutterlose Katzenbabys gefunden, die als Flaschenkinder aufgezogen werden mussten.

Jede(r) unserer Mitarbeiter*innen nahm mehrere der Waisen mit zu sich nach Hause, um sie zu betreuen und aufzupäppeln – aber es wurden immer mehr. Weitere Pflegestellen wurden benötigt.

 

Und so wagten sich unsere langjährige Ehrenamtliche Susanne Belling, Ehefrau unseres bewährten Kassenwarts Ralph, und unsere Stellvertretende Vorsitzende Gisela Brinkforth-Pekoch, eigentlich eher eine Hundefrau, an die zeitaufwendige und mühsame Aufgabe heran, den Winzlingen einen guten Start zu ermöglichen.

Die Handaufzucht von Katzenkindern ist ein 24-Stunden-Job und verlangt sehr viel Einsatzbereitschaft, denn die Kleinen brauchen neben liebevoller Zuwendung und sicherer Unterbringung alle zwei bis drei Stunden, also auch nachts, Nahrung und anschließende Bauchmassage, damit sich Blase und Darm entleeren können.

Neben der Belastung durch die tägliche Betreuungsarbeit müssen Pflegeeltern psychisch gewappnet sein und damit umgehen können, dass es auch zu traurigen Rückschlägen kommen kann und möglicherweise leider nicht immer alle Kitten überleben.

     

Schaffen die samtpfötigen Zwerglein die ersten Wochen, ist für anregendes Spiel und muntere Abwechslung zu sorgen, wobei natürlich auch Ruhe- und Kuschelphasen auf dem Programm stehen sollen.

     

Susi und Gisela zeigten sich nicht nur absolut belastbar und der Mammutaufgabe gewachsen, sondern auch ausgesprochen erfinderisch: Pappkartons mit herausgeschnittenen Löchern luden zum Verstecken ein, eine Europalette wurde zum Klettergerüst umfunktioniert und forderte zu ersten Balanceakten auf, und Ralph Bellings Beine mussten kurzerhand als Kratzbaum herhalten, bis sich die Kitten überzeugen ließen, dass es auch ein Baumstamm tut.

Familie Bellings katzenfreundliche Hunde kamen ebenfalls als Babysitter zum Einsatz und verhalfen den Kätzchen zu angstfreien Erfahrungen mit anderen Vierbeinern. Im Hause Brinkforth-Pekoch dagegen musste Pflegepapa Karl-Ernst die sonst so liebe Hündin Leyla fernhalten, die Katzen in ihrer Nähe nicht dulden würde.

   

Bis auf ein von Beginn an sehr schwaches Tierchen ist allen Babys der Sprung ins Leben gelungen, und Susis Grautigerchen konnten inzwischen in liebe Familie vermittelt werden. Giselas Rasselbande darf erst in einigen Wochen ausziehen, wenn Kalle, Lotti, Moukoko und Rudi die erste Impfung gut verkraftet haben. Die kleinen Strolche werden ihre Pflegeeltern also noch eine Weile auf Trab halten!

Fünf weitere Waisenkinder wurden freundlicherweise von Michaela Gröne, der Zweiten Vorsitzenden des mit uns befreundeten Vereins „Katzen in Not“ e.V., aufgenommen – auch ihnen geht es gut.

Herzlichen Dank für die großartige und kollegiale Unterstützung!