Von Menschen und Wölfen

Am Dienstag, den 22. November 2016, fand unsere diesjährige Mitgliederversammlung im Hotel „Zum Stern“ in Bad Meinberg statt.

In seinem Rechenschaftsbericht bedankte sich der Erste Vorsitzende Christopher Imig beim Tierpflegerteam, bei allen Ehrenamtlichen und bei seinen Vorstandskolleginnen und -kollegen für die geleistete Arbeit, für die Treue und unersetzliche Unterstützung.

Besondere Würdigung fanden die Spaziergänger, die sich bei schwierigen Hunden verdient gemacht haben, und die vor allem weiblichen Katzenstreichler/Innen für ihren unschätzbaren Einsatz bei der Zähmung scheuer und ängstlicher Katzen. Sein Dank galt auch allen Sponsoren, die die Tierschutzarbeit im vergangenen Jahr durch Spenden gefördert haben.

Die Weihnachtsaktionen von Fressnapf und Futterhaus sind eine große Hilfe, ebenso wie die Unterstützung durch die Aktion „Fitness für Futter“ und „Püppi-Production“. Große Anerkennung fand auch das Engagement von Edeka Prante, bei dessen Sammlung von Leergutbons für das Tierheim schon über 1000 Euro zusammen gekommen sind. Hervorgehoben wurden auch etliche sehr kreative und engagierte Privataktionen zum Wohl des Tierschutzgedankens und in Not geratener Tiere, viele initiiert von Schulklassen.

Vorbildlich ist auch der Einsatz unserer Tierschutzjugendgruppe unter der Leitung unserer Tierpflegerinnen Marieke Klasmann und Sandra Schildmann.

Neu im Team des Detmolder Tierheims begrüßt und vorgestellt, wurden Lucas Reichel, der als Hausmeister und Gärtner unersetzlich geworden ist, Jacqueline Völtzke, die das Team als ausgebildete und erfahrene Tierpflegerin mit Tierliebe und Freundlichkeit bereichert und unsere neue Auszubildende Rahel Epha.

Große Beachtung fand die gute Vermittlungsbilanz, die aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass im Tierheim Detmold noch immer 130 Katzen, 23 Hunde und 3 Kaninchen auf ein neues Zuhause warten und die Tierschützer immer wieder mit akuten Notfällen und grausamer Tierquälerei konfrontiert sind.

So schien die Zahl der unerwünschten Katzenkinder zwar nach Einführung der Kastrationspflicht zunächst ein wenig zurückgegangen zu sein, steigt aber seit August wieder dramatisch an. Die neu eingerichtete Katzenquarantäne war dringend notwendig und ist fast immer voll belegt. Christopher Imig ermutigte dazu, sich bei Initiativen, wie z.B. bei den Futterstellen für wilde Katzen, auch privat einzubringen.

Nach dem Kassenbericht durch Vorstandsmitglied Ralph Belling wurden Renate Nekes und Inge Schlüer zu neuen Kassenprüferinnen gewählt.

Mit Spannung erwartet, wurde der Vortrag „Die Rückkehr der Wölfe“ von Thomas Pusch, dem Sprecher des Landesfachausschusses Wolf beim NABU NRW. Engagiert und sehr anschaulich beschrieb Pusch die Ausbreitung und das Revierverhalten der in Deutschland lebenden Wölfe, aber auch die Schwierigkeiten bei ihrer Akzeptanz.

Der Wolf ist eine streng geschützte Tierart, für den Umgang mit Wölfen gelten im Prinzip die gleichen Regeln wie für alle Wildtiere. Auch wenn in vielen Köpfen noch das Bild vom bösen Wolf herum geistert, Tatsache ist, dass Menschen nicht zum Beuteschema von Wölfen gehören und er aus Vorsicht versucht, ihnen aus dem Weg zu gehen. „Seit der Rückkehr der Wölfe im Jahr 2000 hat es nicht eine Situation gegeben, in der sich ein Wolf einem Menschen aggressiv genähert hätte.“